Zu faul zum Sex: Das Panda-Syndrom

Könnt ihr euch eine Beziehung ohne Sex vorstellen? Na gut, nicht ganz ohne. Aber habt ihr es auch schon mal erlebt, dass in langen Beziehungen das Sexleben fast ganz einschläft? Ich gestehe: Ich kenne das.

Vor wenigen Monaten ist man noch in jeder freien Sekunde übereinander hergefallen, hat gefickt, geleckt, geblasen, rumgeknutscht, allerlei versauten Kram ausprobiert und konnte einfach nicht genug voneinander bekommen. Und plötzlich liegt man jeden Abend nach der Arbeit nebeneinander auf der Couch, schaut seine Lieblingsserien, mampft Pizza und geht dann irgendwann gemütlich ins Bett. Jetzt noch Sex? Och nö, viel zu anstrengend, da müsste man sich ja bewegen.

Dieses Phänomen bezeichnen Wissenschaftler als das Panda-Syndrom. Kein Wunder, denn Pandas mögen zwar super schnuffelig sein, auf Fortpflanzung und Koitus haben sie aber nur selten Lust. Viel zu faul, die Bärchen!

Klingt alles irgendwie niedlich, kann aber zum echten Problem werden. Und zwar dann, wenn die Partner kaum noch Liebe machen und aus den einstigen Lovern gute Kumpels werden.

Der Tipp der Beziehungsprofis: Das Problem ansprechen, ganz offen. Aber bitte ohne Vorwürfe. Sagt also nicht: „Mir geht es so auf die Nerven, dass wir gar nicht mehr ficken, und außerdem sahst du auch schon mal geiler aus.“ Sondern formuliert es positiv: „Ich vermisse es, dich zu spüren. Hast du nicht mal wieder Lust auf ein ausgiebiges Schäferstündchen?“

Vielleicht habt ihr sogar das Bedürfnis, mit eurem Partner zu sprechen und gemeinsam herauszufinden, wo die Geilheit abgeblieben ist. Vielleicht langweilen euch die immer gleichen Positionen? Ihr würdet gern etwas Neues ausprobieren oder eure Liebste mal wieder in heißen Dessous statt nur in Jogginghose und Sweatshirt sehen? Dann sagt das – aber nicht vergessen: Der Ton macht die Musik. Bleibt respektvoll und höflich, so lässt es sich am besten über ein empfindliches Thema wie eine Sex-Flaute sprechen.

Ist tatsächlich ausschließlich Faulheit der Grund für das Ausbleiben der Leidenschaft, hilft nur eins: Sich aufrappeln und ES einfach tun. Wie meine Omi so gerne sagte: Der Appetit kommt beim Essen!